DIE „MONEYBALL“-STRATEGIE IM E-SPORT

WARUM DIE E-SPORT BRANCHE IMMER MEHR MIT ANALYSTEN ZUSAMMENARBEITET 

Moneyball ist wohl der Film, der Analyse im Sport revolutioniert hat und dessen Mehrwert aufzeigt. Im Kontext Sport bedeutet analysieren, aus  Datenanalysen, Perspektiven und Tendenzen die bestmöglichen Eventualitäten auszurechnen, um dann das präzise  Ergebnis zu erzielen. Mit diesem Potenzial und bestimmten Parametern versucht man dies als Organisation im Sport für sich zu nutzen, um bessere Leistungen abzurufen.

Warum es aus sportlicher, wirtschaftlicher und aus Marketing-Sicht so interessant ist, zeigen wir euch innerhalb dieses Artikels.

Welchen Mehrwert haben Datenanalysen?

Zahlen, Fakten und Analysen. Das prägt den Sport schon seit mehreren Jahren. Wie viel Kilometer ein Fußballer zurücklegt oder wie die Wurfquote eines Basketballers ist, sind Quoten, die jeder kennt. Heutige Analysen gehen noch weiter ins Detail. Vor allem geht es darum, Tendenzen auszurechnen und Drucksituation der Spieler nachzuvollziehen. Talent ist die eine Sache- aber wie geht ein Spieler damit um, beispielsweise vor einem Publikum von 20.000 Menschen zu spielen? Rechenzentren gehen so weit, dass Sie genau anhand von Tendenzen wissen, ob Spieler sich weiterentwickeln und ob sie für den Spitzensport geeignet sind. Es wird heute nicht mehr nur auf Basis von Fakten analysiert, sondern psychologische Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Wie Datenanalysen dem E-Sport helfen professioneller zu werden

Das stark wachsende E-Sport Ökosystem wird immer interessanter für große Datenanalysten. Primär sollen unstrukturierte Daten im E-Sport auf ein höheres Level gebracht werden, um diese dann auszuwerten. Im Fußball möchte man wissen, wie viele Pässe notwendig sind, um eine gegnerische Vierer-Abwehrkette systematisch auszuspielen. Im E-Sport geht es unter anderem darum, wie viel Mausklicks notwendig sind, um einen Angriff abzuwehren. Große E-Sport Teams, wie Liquid verfügen bereits über eigene Analyse-Abteilung, stoßen aber mit diesen Abteilung an ihre Grenzen, da Auswertung auf einem hohen Niveau sehr komplexe Zusammenhänge besitzen. Es ist also sinnvoll mit Partner, wie z. B. SAP zusammenzuarbeiten, um sich zu verbessern und von deren Erfahrungen aus anderen Sportarten zu profitieren. Zum Beispiel nutzt Team Liquid für ihr DOTA2 Team die Plattform SAP HANA. Diese nutzen sie, um weiterhin eines der besten DOTA2 Teams auf der Welt zu bleiben.

Wichtig für DOTA2 ist das Timing in Millisekundenbereich. Die Spieler müssen im richtigen Clickmoment attackieren, um den Gegner in der Rückwärtsbewegung noch zu treffen. Solch kleine Nuancen bringt ihnen den Sieg deutlich näher. Aber nicht nur der Clickmoment ist entscheidend, sondern auch die Fähigkeit in Drucksituation die richtigen Entscheidungen zu treffen.  Da E-Sport immer weiter wächst und die Hallen füllt, ist das Spielen in einem vollen Stadion eine große Belastung für die E-Sportler. So versucht man auch dafür über Analysen das passende Gegenmittel zu finden. Neben Talent spielen auch psychologische Aspekte eine große Rolle für die Leistung im Spitzensport.

Was verfolgen SAP und andere Datenanalyse-Unternehmen noch mit E-Sport Partnerschaften?

Neben einer innovativen und technologischen Partnerschaft verfolgen Datenanalyse Unternehmen noch den eigenen Nutzen für eine Personalbeschaffung. Wie Milan Cerny (SAP) bei einem Interview auf Channelpartner.de sagt: “Wir wollen die besten Programmierer und Systemarchitekten rekrutieren und gerade die Zielgruppe der Millennials erreicht man effizienter über Social Media und das Gaming, als über klassische Kanäle wie das Fernsehen.“ Das ist ein Riesenmehrwert auf sportlicher-, wirtschaftlicher- und Marketing-Basis für SAP.

 

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